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Nulleinspeisung: Der große
Ratgeber
zum Thema

Alles was du wissen musst – von der Funktionsweise über die richtige Hardware bis zur Schritt-für-Schritt-Einrichtung deines Balkonkraftwerks.

Was ist Nulleinspeisung?

In wenigen Sätzen erklärt – für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Das Prinzip

Deine Solaranlage erzeugt Strom. Normalerweise fließt der Überschuss, den du gerade nicht verbrauchst, ins Stromnetz – das nennt sich Einspeisung. Nulleinspeisung verhindert genau das: Der Wechselrichter wird so geregelt, dass er immer nur so viel Strom produziert, wie du in diesem Moment tatsächlich brauchst.

Die Regelung

Ein Smart Meter (z. B. Shelly 3EM) misst kontinuierlich deinen Stromfluss am Hauptzähler. Ein Controller (z. B. Smart Micro Solar) liest diese Werte aus und sendet alle paar Sekunden Steuerbefehle an deinen Wechselrichter – der passt seine Ausgangsleistung entsprechend an.

Wer braucht das?

Besonders sinnvoll für Mieter, deren Mietvertrag Einspeisung untersagt, für Anlagen ohne Einspeisevergütung sowie für alle, die ihren Eigenverbrauchsanteil maximieren wollen. Auch technisch interessant: Du nutzt jeden Watt deiner Anlage selbst.

Der Vorteil

Eingespeister Strom bringt bei privaten Kleinanlagen kaum Vergütung. Eigenverbrauchter Strom hingegen spart dir den teuren Netzbezugspreis – aktuell über 30 ct/kWh. Nulleinspeisung sorgt dafür, dass möglichst viel Solarstrom direkt von dir verbraucht wird.

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Der empfohlene Nulleinspeisungs-Controller

Der Smart Micro Solar von selbstbau-pv.de steuert bis zu 10 Wechselrichter, ist kompatibel mit OpenDTU und funktioniert mit Shelly 3EM sowie Ecotracker. WLAN-Konfiguration über Webbrowser – ohne Cloud, ohne Abo.

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Häufige Fragen

Was bedeutet Nulleinspeisung genau?
Nulleinspeisung bedeutet, dass deine Solaranlage keinen Strom ins öffentliche Stromnetz einspeist. Der Wechselrichter passt seine Leistung in Echtzeit an deinen aktuellen Verbrauch an – so dass der Netzzähler immer bei 0 Watt oder darunter liegt. Du verbrauchst deinen Solarstrom vollständig selbst.
Ist Nulleinspeisung beim Balkonkraftwerk Pflicht?
Nein, Nulleinspeisung ist in Deutschland keine gesetzliche Pflicht. Balkonkraftwerke bis 800 W dürfen seit 2023 auch ohne Genehmigung betrieben werden, und der Überschussstrom darf ins Netz eingespeist werden. Nulleinspeisung ist eine freiwillige technische Lösung – zum Beispiel bei Mietwohnungen oder zur Maximierung des Eigenverbrauchs.
Was brauche ich für die Nulleinspeisung?
Du brauchst: (1) Einen kompatiblen Wechselrichter mit OpenDTU-Unterstützung (z. B. Hoymiles HM-Reihe oder Deye Mikrowechselrichter), (2) einen Smart Meter wie den Shelly 3EM, der deinen Stromfluss am Zähler misst, und (3) einen Nulleinspeisungs-Controller wie den Smart Micro Solar, der beides verbindet und den Wechselrichter regelt.
Wie schnell reagiert die Nulleinspeisungs-Regelung?
Gute Systeme regeln im Sekundenbereich. Der Smart Micro Solar liest den Smart Meter alle 1–2 Sekunden aus und gibt entsprechend Steuerbefehle an den Wechselrichter. Trotzdem können kurzfristige Lastsprünge (z. B. Wasserkocher einschalten) kurzzeitig zu kleinen Netzentnahmen oder Mini-Einspeisungen führen – das ist technisch normal.
Lohnt sich Nulleinspeisung finanziell?
Ja, in den meisten Fällen. Eigenverbrauchter Solarstrom spart dir den Netzbezugspreis (über 30 ct/kWh), während eingespeister Strom aus Kleinanlagen keine oder kaum Vergütung erhält. Nulleinspeisung sorgt dafür, dass du 100 % deines erzeugten Stroms selbst nutzt – das macht sich besonders bei tagsüber hohem Verbrauch bemerkbar.