Kosten & Wirtschaftlichkeit

Nulleinspeisung: Kosten & Ersparnis

Was kostet das System – und was bringt es dir? Konkrete Zahlen, Beispielszenarien und Amortisationsrechnung.

Hardware-Kosten im Überblick

Für ein vollständiges Nulleinspeisungs-System brauchst du drei Hauptkomponenten (wenn noch kein Balkonkraftwerk vorhanden ist, kommen Solarmodule hinzu):

Komponente Empfehlung Kosten ca.
Mikrowechselrichter Hoymiles HM-800 70–100 €
Smart Meter Shelly 3EM 55–70 €
Nulleinspeisungs-Controller Smart Micro Solar auf Anfrage bei selbstbau-pv.de
OpenDTU-Hardware (ESP32) ESP32-Entwicklerboard 8–15 €
Solarmodule (2 × 400 Wp) diverse Hersteller 150–280 €
Montage, Kabel, Kleinteile je nach Situation 20–60 €

Wenn du bereits ein Balkonkraftwerk mit kompatiblem Wechselrichter besitzt, fallen die Kosten für Wechselrichter und Module weg. In diesem Fall kostet die Nachrüstung auf Nulleinspeisung typischerweise 70–130 € (Smart Meter + Controller + ESP32).

Was sparst du mit Nulleinspeisung?

Die Ersparnis durch Nulleinspeisung entsteht durch maximierten Eigenverbrauch. Statt Strom zum teuren Bezugspreis aus dem Netz zu kaufen, nutzt du deinen selbst erzeugten Solarstrom.

Rechenbeispiel: 800-Watt-Balkonkraftwerk

  • Jahreserzeugung: ~800 kWh (typisch für Mitteleuropa, Südausrichtung)
  • Eigenverbrauchsquote ohne Nulleinspeisung: ~30 % = 240 kWh genutzt
  • Eigenverbrauchsquote mit Nulleinspeisung: ~70–80 % = 560–640 kWh genutzt
  • Mehrertrag durch Nulleinspeisung: ~320–400 kWh zusätzlich eigenverbraucht
  • Strompreis: 35 ct/kWh
  • Zusätzliche Ersparnis: 112–140 € pro Jahr
Amortisation

Bei Nachrüstungskosten von ca. 100 € und einer zusätzlichen Jahresersparnis von 120 € amortisiert sich das System in unter einem Jahr. Das macht Nulleinspeisung zu einer der wirtschaftlichsten PV-Investitionen.

Drei typische Szenarien

Szenario A: Mieter mit Balkonkraftwerk, tagsüber oft zu Hause

Wer tagsüber home office macht oder zu Hause ist, hat ohnehin einen hohen Tagesverbrauch. Nulleinspeisung sorgt dafür, dass dieser Strom vom Balkonkraftwerk gedeckt wird statt vom Netz. Eigenverbrauchsquote: 70–85 %. Jährliche Ersparnis gegenüber ohne Nulleinspeisung: ca. 80–120 €.

Szenario B: Berufstätiger, tagsüber nicht zu Hause

Ohne Speicher ist die Eigenverbrauchsquote mit Nulleinspeisung hier geringer – der erzeugte Strom kann während der Abwesenheit nicht verbraucht werden. Trotzdem spart man abends und am Wochenende. Eigenverbrauchsquote: 35–50 %. Nachrüstung mit Speicher macht hier besonders Sinn.

Szenario C: Eigenheim mit Hausdach-PV und Nulleinspeisung

Bei größeren PV-Anlagen (3–10 kWp) kann Nulleinspeisung die Eigenverbrauchsquote deutlich steigern, insbesondere wenn keine Einspeisevergütung mehr läuft. Der Smart Micro Solar steuert bis zu 10 Wechselrichter – auch für solche Setups geeignet.

Laufende Kosten

Ein entscheidender Vorteil der Nulleinspeisung mit dem Smart Micro Solar: keine laufenden Kosten. Das Gerät läuft lokal im Heimnetz, ohne Cloud-Abo oder Lizenzgebühren. Einmalig bezahlt, dauerhaft genutzt.

Stromverbrauch des Controllers und des Smart Meters selbst: vernachlässigbar, typisch unter 5 W = etwa 1–2 € pro Jahr.

Fazit: Lohnt sich Nulleinspeisung?

Für die meisten Balkonkraftwerk-Betreiber ist die Antwort ein klares Ja. Die Nachrüstungskosten von 70–130 € amortisieren sich in weniger als einem Jahr. Danach spart das System Jahr für Jahr Stromkosten – ohne Folgekosten, ohne Wartungsaufwand.

Besonders attraktiv: Wer die Anlage ohnehin mit einem kompatiblen Wechselrichter (Hoymiles, Deye) betreibt, braucht nur Smart Meter und Controller nachzurüsten.

Anzeige: Den Smart Micro Solar Controller für die Nachrüstung gibt es bei selbstbau-pv.de. Preise auf Anfrage direkt beim Hersteller.